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Zirkuswinter

Vogelsang - Insektenklang

Das Geheimnis
der alten Eiche

Das Karussell

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Kinderkonzerte - Familienkonzerte

Kompositionen für Orchester und Kammerorchester von Alf Hoffmann (Musik) und Monika Reimers (Text)

Flieg, mein Drachen - flieg !

Alf Hoffmann
Monika Reimers

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handfesten Orchester-Prügelei ihre Streitigkeiten austrugen, dann hatten diese Musiken viel Atmosphäre.
Mit einer Stunde war .,Das Geheimnis der alten Eiche” zwar lang, aber nie langweilig, weil Alf Hoffmann geschickt kleine Spielszenen eingearbeitet hat. Flötistin Ulrike Günther spielte den Jungen Bobo. der sich unter der Eiche die Zeit mit Schnitzereien vertreibt und schöne, romantische Flötenmelodien ausdenkt. Bassist Werner Trede ging im Kostüm als Wachtmeister Streng auf Verbrecherjagd und zeigte den Konzertanfängern damit auch wie schön es klingen kann, wenn man mit einer Arie für Ordnung sorgt.
Stillsitzen konnte hier fast keiner mehr, denn dieses Kinderstück hat ~ wie viele andere aus der Feder des Dortmunder Musikers vorher auch - wieder einmal großen Spaß gemacht.

(JG) Geheimnisvolles und Abenteuerliches geschieht auf der Wiese an der alte Eiche, auf der der Junge Bobo die Kühe hütet. Vogel und Kuckuck bringen ihm dort die Flötentöne bei, eine Musikantentruppe lädt ihn zum Csardas-Fest ein, und auch finstere Räuber treiben dort ihr Unwesen.
Ausgedacht hat sich die Geschichte Monika Reimers, Alf Hoffmann hat sie vertont und mit dem Quintsext-Ensemble am Sonntag beim 1. Kinderkonzert uraufgeführt. Anspruchsvoll ist diese Musik, höchst farbig, originell instrumentiert, mit vielen lautmalerischen Eigenschaften auch für Kinderohren sehr illustrativ und stilistisch immens vielseitig. Den Jazz hat die Kuh Liese im Huf, als sie ausbüxt, die Wandermusikanten entpuppen sich als fröhliche Zigeunerkapelle. Und wenn die Ratten durch die Gefängnismauern schlichen oder die Ganoven in einer

Tiere bringen Kindern
die Flötentöne bei

Ruhr Nachrichten. Nr. 271
Montag, 17. November 1997

Spannender Musik-Krimi begeistert Kinder im Theater

Von Juliane Schmidt

”Das Geheimnis der alten Eiche” lüfteten die Dortmunder Philharmoniker am gestrigen Vormittag beim dritten Familienkonzert im Opernhaus.
Mucksmäuschenstill ist es im Theater, als die Philharmoniker, die Geschichte von Bobo, der auf einem Bauernhof lebt, erzählen. Die Leitung hat Alf Hoffmann, aus dessen Feder auch die Musik zur Krimigeschichte stammt
Beim Kühehüten unter der alten Eiche, seinem Lieblingsplatz, schnitzt Bobo ein Geburtstagsgeschenk für seine Mutter, während der Nachmittag verstreicht Plötzlich ist es Abend geworden.
Bobo muss seine Herde rasch nach Hause bringen -leichter gesagt als getan, denn die störrische Liese geht mal wieder eigene Wege. In der Aufregung lässt Bobo das Geschenk unter der Eiche liegen. Nachts beschließt er, heimlich nochmals auf den Berg zu steigen, um es zu holen. Auf dem Berg sind mittlerweile fahrende Musiker in ihrem Planwagen angekommen. Bobo und das Mädchen Greta schließen sofort Freundschaft Während sie die alte Eiche inspizieren, machen sie eine merkwürdige Entdeckung: Zwei finstere Gestalten, die Instrumentenkoffer auf dem Rücken tragen, schütten klimperndes und glitzerndes Gold

Beute verschwindet im Geigenkasten

in ein Loch hinter der alten Eiche. Am nächsten Tag werden Greta und ihre Familie in der kleinen Stadt verdächtigt, den Einbruch begangen zu haben und die Diebesbeute in ihren Instrumentenkoffern verschleppt zu haben. Sofort kommen sie ins Gefängnis und nur Bobo kennt die Wahrheit.
Sehr gefällig und mit viel Liebe zum Detail erzählen die Philharmoniker Bobos Geschichte, besonders die agogischen Kniffligkeiten begeistern das große und kleine Publikum.
Auch und gerade die extremeren Lagen haben in Alf Hoffmanns Musik einiges zu bieten. So gefällt eine sehr schön verspielt-virtuose Piccoloflöte, die mit Bobo das Lied des kleinen Vogels einübt und ein phantastischer Kontrabass, der wuchtig und burschikos aber auch ganz leicht und tänzerisch mit warmem Ton besticht. Stilsicher schuf Dirigent und Komponist Hoffmann eine Art “Filmmusik”, die sehr geschmackvoll einen auf harmlose Weise neo-romantischen Stil mit Programmatik und traditionellen Einflüssen verbindet. Spannungsvoll gelingt den Musikern auch die aufregende Klärung des Missverständnisses um das gestohlene Gold und so kann der tapfere Bobo seine neuen Freunde vor einer langen Gefängnisstrafe retten.

WAZ - Dortmund 18.4.2005