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Kompositionen für Orchester und Kammerorchester von Alf Hoffmann (Musik) und Monika Reimers (Text)

Flieg, mein Drachen - flieg !

Alf Hoffmann
Monika Reimers

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Kritiken zur Uraufführung der Orchesterversion

Ruhr-Nachrichten Dortmund 26. Oktober 1998

striert, die ihrem Drachen im Traum in märchenhafte Welten nachfliegt. Gelesen wurde Monika Reimers Text von Michael Schneider .
Zart ließ Hoffmann den Wind über die Geigenseiten streichen und das Schlagwerk donnern, bis Lichtblitze durch das Opernhaus zuckten und die Windmaschine einen Sturm entfachte. Davon. wie es klingt, wenn ein Drachen traurig zum Strand torkelt, er-

zählt er in seiner Musik, wie Drachen und Möwen Freunde werden.
Überaus farbig ist Hoffmanns Musik, die das Philharmonische Orchester unter seiner Leitung konzentriert und präzise spielte. Mit Harfenklängen und Streicherpizzicati setzt er Farbtupfer, die so bunt und originell sind wie die Drachen selbst, und mit Spaß an illustrativen Details zeichnet er in den Klarinetten

das Tänzeln des langen Drachenschwanzes nach.
Die Drachenwerkstatt Uwe Gryzbeck hatte das Opernhaus mit vielen Drachen geschmückt. Und deshalb bekam den meisten Applaus diesmal nicht das Orchester, sondern ein großer roter Drachen. der vom zweiten Logenrang auf die Bühne schwebte. „Flieg. mein Drachen- flieg “ gibt es im Theater auch für 20 DM als CD.

Roter Drachen fliegt auf die Opernbühne

Philharmoniker gestalten erstes Kinderkonzert

Passend zur Jahreszelt ließen die Dortmunder Philharmoniker beim ersten Kinderkonzert am Sonntag im Opernhaus die Drachen steigen.
Das Stück “Flieg, mein Drachen, flieg” des Dortmunder Orchestermusikers Alf Hoffmann beschreibt die Geschichte der kleinen Selene, die einen Drachen geschenkt bekommen hat, mit dem sie an einem Drachenfest teilnehmen will. Am Vortag beschließt sie, den Drachen schon einmal fliegen zu lassen. Doch ein Gewitter zieht auf, der Sturm reißt ihr die Schnur aus der Hand, und der Drachen fliegt weg. In ihren Gedanken folgt sie ihm auf seiner Reise um die Welt. Aus ihren Träumen erwacht, hat sich das Gewitterverzogen und ihr Dra-

chen kommt zurück.
Die Musik Alf Hoffmanns, Komponist und Dirigent in Personalunion, ist tonal, lautmalerisch und mit eingängigen Melodien. Pentatonisch beschreibt Hoffmann die fernöstliche Welt, in der Selene in ihrem Traum am alljährlichen

Orchester spielt mit Freude

Frühlingsdrachenfest teilnimmt. Schöne Kantilenen der Solovioline zeichnen den Flug des Drachens nach.
Das Orchester musizierte mit Freude, die Musiker hatten insbesondere an den leisen Stellen mit dem doch beachtlichen Geräuschpegel im Publikum, der sich bei einem Kinderkonzert naturgemäß nicht vermeiden

läßt, zu konkurrieren. Die Bühne war mit bunten Drachen aus der Werkstatt von Uwe Gryzbeck geschmückt.
Mit sehr viel Einfühlungsvermögen und entsprechender Mimik gestaltete Michael Schneider den Text von Monika Reimers, der teilweise zwischen den Musikabschnitten, teilweise in der Art eines Melodramas zur Musik gesprochen wird. Zum Abschluß schwebte der kleine Drachen, der die ganze Zeit an der Brüstung des zweiten Logenrangs ausgeharrt hatte -gelenkt von Uwe Gryzbeck über die Köpfe der Zuschauer und des Orchesters hinweg auf die Bühne. Die jungen Zuschauer zeigten sich begeistert.
Die CD zum Konzert mit den Dortmunder Philharmonikern ist für 20 Mark im Theater erhä1tlich. MLG

NUMMER 252 MONTAG, 26. OKTOBER 1998

WAZ

(JG) Auch im Opernhaus war man am Sonntag vor Herbststürmen nicht sicher: Beim
1. Kinderkonzert ließ Alf Hoffmann, Geiger im Philharmonischen Orchester, die kleinen Besucher mit seinem neuen Kinderstück „Flieg, mein Drachen -flieg !” ins Reich der Phantasie entschweben. Mit sehr kindgerechten, eingängigen Melodien hat er die Geschichte vom Mädchen Selene illu-

Drachen flog durch’s Opernhaus